Veranstaltung mit Inga Wolfram, Moderation: Dr. Matias Mieth
Im Umgang mit Menschen, die in der DDR ihre Bürgerrechte einforderten, war die Staatsführung nicht zimperlich. Als gefährlichste Gegner galten die, die einen anderen, demokratischen Sozialismus wollten – und nicht keinen. Dieser Opposition ging es um das Ganze, um die Veränderung der politischen und ökonomischen Machtstrukturen der ostdeutschen Gesellschaft, um Alternativen zum autoritären Staatssozialismus.
Als Beteiligte erzählt Inga Wolfram von der Entstehung, Entwicklung und Zerschlagung einer Gruppe junger Intellektueller, die sich programmatisch als linke politische Opposition in der DDR verstand. Fast alle stammten aus Familien der gesellschaftlichen Elite, was ihre Mission besonders brisant machte. Ihre Treffen waren konspirativ, doch der Feind war mitten unter ihnen. I
nga Wolfram erzählt eine Geschichte über Freundschaft und Verrat und den unerfüllten Traum von einem Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Inga Wolfram, geboren in Ost-Berlin, arbeitete nach dem Philosophiestudium als Drehbuchübersetzerin und Regieassistentin. Seit 1991 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin. Ihr Film „Verraten – Sechs Freunde und ein Spitzel“ wurde mehrfach von Fernsehstationen der ARD ausgestrahlt.
EINTRITT FREI!
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit dem Stadtmuseum Jena
Kontakt: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt
Telefon: (0361) 3 79 27 01; Telefax: (0361) 3 79 27 02